Die Schwarze Festung oder Sev Berd ist eine massive verlassene russische kaiserliche Festung in Gjumri. Sie wurde als Reaktion auf den Russisch-Türkischen Krieg (1828-1829) gebaut und 1834 fertiggestellt. Die Festung ist ein kreisförmiges Bauwerk aus schwarzem Tuffstein, daher auch ihr Name "Sev Berd" (Schwarze Festung). Sie sollte die Grenzen des Russischen Reiches vor dem Osmanischen Reich schützen.
Das Gebäude ist ein architektonisches Meisterwerk der Militärtechnik. Sie befindet sich auf einem Hügel über der Stadt und bietet einen strategischen Aussichtspunkt. Die Festung war Teil eines größeren Verteidigungssystems in Alexandropol (heute Gjumri) und spielte jahrzehntelang eine entscheidende Rolle für die Sicherheit der Region. Heute ist sie eines der am besten erkennbaren Symbole für die Stärke und historische Bedeutung der Stadt.
Die Schwarze Festung hat eine einzigartige runde Form und konnte einst Tausende von Soldaten beherbergen. Die Architektur im Inneren ist auf Verteidigung ausgelegt, bietet aber auch eine beeindruckende Akustik. Aus diesem Grund wurde die Festung teilweise renoviert und wird heute als Kulturzentrum und Konzertsaal für hochkarätige Veranstaltungen genutzt. Der Innenraum ist nach wie vor stimmungsvoll und verbindet die raue Militärgeschichte mit moderner Beleuchtung und Inszenierung.
Von der Spitze des Festungshügels hat man einen Panoramablick auf die gesamte Stadt und die nahe gelegene Statueder Mutter Armeniens. Besucher kommen oft hierher, um das historische Gewicht der Mauern zu spüren und den Kontrast zwischen den dunklen Steinen der Festung und der pulsierenden Stadt darunter zu sehen.
Der Eintritt ist frei (für den Außenbereich und die allgemeine Besichtigung), für einige Innenbereiche oder Veranstaltungen ist jedoch eine Eintrittskarte erforderlich.